Karam Kriya – Lass Dich von den Zahlen leiten

Karam (Karma) bezeichnet wiederkehrende Handlungen nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung, welches für alle Menschen gleichermaßen wirksam ist. Was ich tue hat vorhersagbare, erahnbare und unbekannte Konsequenzen für mich und andere. Die menschliche Inkarnanation selbst ist karmisch, eine Konsequenz vergangener Handlungen.
Kriya heißt vollendete Handlung, das beenden, was einmal begonnen wurde, damit es keine weitere mechanische Wiederholung / Inkarnation gibt. Karma bedeutet auch Güte und so erinnert uns dieses Gesetz immer wieder daran, bestimmte Dinge zu lernen, um sie zu transformieren, d.h. eine neue Form zu wählen.

Als goldener Faden dienen die Zahlen. Wenn du aber nur die Zahlen kennst, ohne ihre Verbindung zum Leben, dann weißt du nichts und ohne die Zahlen als Navigationssystem bist du orientierungslos und verlierst dein Bewusstsein immer wieder in der Illusion dieser Welt. Indem dir bewusst wird, wie du eine Zahl lebst und wie sie sich durch dich manifestiert, hast du die Möglichkeit, dich zu ihrer höchsten Tugend führen zu lassen.

Die Sprache der Zahlen & die Zahlen in der Sprache

Die Zahlen waren schon vor dem ersten Menschen da und werden da sein, wenn es keine Menschen mehr gibt. Sie sind die Essenz in allem. Jede Zahl hat aus sich heraus ihr eigenes Prinzip, ihre eigene Intelligenz und ihre eigenen Qualitäten, die unabhängig vom menschlichen Denken und Sein sind. Sie sind abstrakt, subtil und allgegenwärtig. Wir lernen ihr Wesen und ihre Wirkungsweise durch ihre Manifestationen und unsere Sprache kennen. Lauschen wir, was die Zahlen von sich erzählen.

Es gibt keine günstigen oder ungünstigen Zahlen. Karam Kriya ist weder Astrologie oder Horoskop noch Weissagung oder Prophezeiung. Jede Zahl hat ihre karmischen und dharmischen Manifestationen, die auch als Virus und Tugend bzw. Karma und Dharma einer Zahl bezeichnet werden. Karma sind Gewohnheiten, denen wir dienen, Dharma sind Routinen, die unserer Seele dienen.

Die Karmazahl

Die Zahl deines Geburtsmonats ist die Karmazahl. So wie der kalendarische (menschengemachte) Monat nicht dem natürlichen Zyklus des Mondes entspricht, entsprechen unsere karmischen Muster und Handlungen nicht dem natürlichen (dharmischen) Fließen der Seele. Deine Karmazahl ist ein Werkzeug, das dir helfen kann, über begrenzende Verhaltensweisen hinaus in dein wahres mögliches Menschsein zu erwach(s)en.

Anmerkung: Die Karmazahl (Geburtsmonat) ist nur eine der 5 Zahlen des Geburtsdatums und soll hier als Einführung dienen.  => November 1+1=2, Dezember 1+2=3

1 Eins ist der Anfang, der Ursprung. Eins ist allein, einzig, einsam. Eins ist solo. Eins ist Seele. Eins ist die Erde unter unseren Sohlen, die alle Geschöpfe voller Demut (er)trägt. Alles beginnt mit „Es war einmal.“ Am Anfang war ein Wort – Uni-Vers. Eins kennt kein anderes. Eins ist das Original. Alle anderen Zahlen sind Kopien/Vielfache von 1. Eins steht für sich, ist individuell, durch nichts teilbar, denn da gibt es nichts anderes. Eins initiiert, vom lat. in ire, hineingehen, beginnen. In sich hineingehen heißt, zum tiefsten Punkt in sich zu gelangen, der das Mysterium des Lebens selbst ist. Eins ist der mysteriöse unbestreitbare Ursprung von allem, der göttliche Funke in jedem von uns.
Demütigung ist unsere Weigerung, tatsächlich klein zu sein, ein Staubkorn im All. Niemand demütigt uns. Wir selbst sind es, die sich vor anderen klein machen, anstatt in uns selbst klein zu sein. Demut ist, das Eine in allem zu sehen und in deiner Einsamkeit gesehen zu werden, anstatt sich zu isolieren. Menschen mit der Karmazahl 1 sind Einzelgänger und genießen ihre eigene Gesellschaft. In Gesellschaft anderer geraten sie oft ganz von allein in den Fokus. Das Karma der 1 zeigt sich als Antriebslosigkeit, Trägheit, einem Gefühl von Schwere und Niedergedrücktsein oder als permanente Müdigkeit. All dies dient jedoch auch dazu, auf den Punkt (in sich selbst) zu kommen. Die Seele will sich selbst ausdrücken. Schon der fokussierte Wille, anzufangen, kann ausreichen, dass die Lebensenergie beginnt, mit der Absicht der Seele zu fließen.
Karma der 1: Demütigung, Isolation, Einsamkeit und mangelnder Wille.
Dharma der 1: Demut, Selbst-Initiation und Fokus.

2 Zwei ist nicht Eins. Zwei braucht die Eins, um getrennt von ihr zu sein und vergisst dabei, dass sie ein Teil von ihr ist und genau daraus entsteht unser Bedürfnis, wieder zur spirituellen Quelle in uns zu gehen. Zwei ist Polarität und Polarität. Zwei sind ein Paar; zwei, die zusammen gehören und/oder sich trennen. Zwei ist Verbindung, Anhaftung und Loyalität, ebenso wie Trennung, Loslösung und Entsagung.
Zwei erschafft ein Dazwischen. Distanz zwischen zwei Menschen kann Verzweiflung und Sehnsucht erzeugen, das Bedürfnis, den Abstand zu verringern oder zu vergrößern, um Spannung abzubauen. Durch das naive Verlangen, die Polaritäten außer Kraft setzen zu wollen, wird unser Leben von einer Vermeidungsstrategie angetrieben (avoid pain, seek pleasure). Das Gefühl des Getrenntseins von anderen und von uns selbst ist in Wahrheit ein Mangel an Bewusstheit über die nicht-trennende Ausdehnung von unserem Ursprung (1), denn ohne 1 keine 2.
Unsere Seele ist immer unschuldig, rein und niemals nicht verbunden mit ihrer Quelle. Ewig unzufrieden, unerfüllt, klagend und nörgelnd konsumieren wir unsere kreative Energie, bis wir unsere Enttäuschung als Ende der Täuschung wahrnehmen. Der Preis fürs Glücklichsein heißt „Stoppe das Jammern“, jetzt und für immer. Es sind weniger die Dinge, die wir tun, sondern vielmehr die Dinge, die wir (los)lassen, welche uns ermächtigen, uns selbst und unseren höchsten Prinzipien gegenüber loyal/verbunden zu bleiben.
Karma der 2: Leiden und Jammern durch die Spannung zwischen Anhaftung/Sucht und Trennung, Naivität
Dharma der 2: Loyalität und Unschuld.

3 Drei ist jenseits von Dualität, mehr als zwei. Drei ist dreifach und erschafft Tripel, Trichotomien, Trinitäten, wie z.B. G-enerieren O-rganisieren D-emolieren (engl. Generate-organize-destroy/deliver). Mit drei Punkten ist eine geschlossene Form möglich, ein Dreieck, welches die stabilste physische Form bildet. Drei gibt Struktur und sich wiederholende Strukturen erzeugen Muster. Das Handeln nach Mustern nennen wir Gewohnheiten. Etwas mindestens dreimal zu tun ist der Beginn einer Gewohnheit. Die dritte Dimension ist der Raum, in welchen wir physisch hineinwachsen und uns ausdehnen, bis wir vollständig ausgewachsen sind. Es gibt drei Primärfarben und drei Gunas (Qualitäten) der Erde, welche Tamas, Raja und Sattva genannt werden. Drei als die Zahl von Form, Struktur und Farbe lässt das, was tatsächlich ein kontinuierlicher Fluss ist, als statische Dinge erscheinen, als eine sichtbare und sehr überzeugende Illusion der vergänglichen Welt (Maya), welche nur das ausdrückt, was nicht gesehen werden kann. Zu oft wird das Erschaffene verehrt und angebetet und der Schöpfer vergessen.
3 Menschen sind kein Paar mehr, sondern eine Gruppe. Die Kernfamilie ist ebenfalls eine Dreiergruppe: Vater, Mutter, Kind. Drei impliziert also soziales Leben im Allgemeinen und Familienleben im Besonderen.
Die 3 kann sich in der Komfortzone ihrer Minderwertigkeitskomplexe verstecken und Opfer spielen, doch will gleichzeitig als gleichwertig von ihren Mitmenschen gesehen werden. Das was sie so eifrig zu verstecken versucht, wird oft in Reaktionen sichtbar (z.B. durch Schamesröte im Gesicht). Die 3 muss lernen, sich von den Urteilen anderer (und den eigenen) zu befreien und zu einer positiven Aussage über sich selbst ins Handeln zu kommen. Die effektivste Affirmation besteht in wiederholten, regelmäßigen positiven Taten; Proaktiv sein, unabhängig von der Reaktion der Umwelt. Bei einem Treffen von drei Menschen interagieren für gewöhnlich zwei und einer ist Zeuge. Die Herausforderung liegt darin, alle drei Personen gleichermaßen kommunikativ zu involvieren.
Karma der 3: sich mit anderen vergleichen, geringes Selbstwertgefühl, Selbstverurteilung, Scham/sich schämen, sich als Opfer fühlen, verstecken
Dharma der 3: Gleichheit, Respekt, Fairness Selbst-Affirmationen wie: ich bin okay; ich habe das Recht zu existieren / glücklich zu sein

4 Vier geht über die geschlossenen Strukturen der 3. Dimension hinaus; es ist der Moment, in dem sich die Spitze des Dreiecks öffnet und die Freiheit entsteht, dass etwas hineinkommen/ herausfliegen bzw. im Herzen empfangen und von Herzen (4. Chakra, 4 Herzkammern) gegeben werden kann. Ein Quadrat ist in sich beweglich ist, ohne die Seitenlängen zu verändern, und kann zu einer Diamantform verschoben werden. Die 4 ist flexibel und spontan, um überkommene Strukturen (3), die uns von unserer Bestimmung abhalten, im Wind der Wahrheit zu dekonstruieren. Mit einem Viereck lässt sich auch leichter ein Kreis wahrnehmen, ein Gefühl von Rund- und Ganzsein. Dies zeigt sich auch in 1+2+3+4 = 10. Essenz + Zeit + Raum + Bewusstsein = das Absolute/die Wahrheit. 4 ist der Moment, in dem die Lüge sich offenbart. Das ist sowohl schmerzvoll als auch befreiend. Manchmal rufen wir „Aua“ und manchmal „Aha“. Das Vertraute loszulassen ängstigt und reizt uns und irgendwann ist es unvermeidbar. Wenn du nicht weißt, auf was du wirklich vertrauen kannst, dann vertraue darauf, dass du vertraust.
Karma der 4: Zögern, Verwirrung, Zweifel, Lähmung, Schließen des Herzens
Dharma der 4: innere Bewusstheit, Wahrheit, Vertrauen, Commitment (hingebungsvolle Selbstverpflichtung), Liebe und Dienen

5 Wir haben fünf Finger an jeder Hand und fünf Zehen an jedem Fuß. Unser physischer Körper gliedert sich in fünf größere Teile, zwei Beine, zwei Arme und einen Rumpf/Kopf, was gut sichtbar wird in Da Vincis berühmter Studie eines stehenden Mannes. Wir nehmen die Welt durch die fünf Sinne unseres physischen Körpers wahr, die mit den 5 Elementen korrespondieren, aus denen alles im Universum besteht. Mit jedem Sinn nehmen wir das entsprechende Element wahr. Wir riechen (durch) die Erde, wir schmecken (durch) das Wasser, wir sehen (durch) das Feuer, wir fühlen (durch) die Luft und wir hören (durch) den Äther.
5 ist unser physischer Körper, der fortwährend seine eigene Homöostase reguliert, was uns die Erfahrung einer kontinuierlichen Wahrnehmung von uns selbst gibt. Wenn alle fünf Elemente in Harmonie sind, fühlen wir uns in uns selbst und mit unserer Umwelt wohl. Durch die 5 verwirklicht sich das Prinzip der Balance von Yin und Yang, Sein und Tun, aktiv und passiv. Paradoxerweise müssen wir erst aus dem Gleichgewicht geraten, um es wiederherzustellen; der Weg wird dadurch erkannt, dass wir vom Weg abkommen. Wir lernen erst wirklich etwas aus unserer Erfahrung, wenn wir es integrieren, verkörpern und lehren/weitergeben. Wir sind immer Lehrerin und Schülerin zugleich. In der 5 kommen die Gegensätze zur Synthese, ohne sich dadurch aufzulösen. 5 ist Para-Dox – jenseits von Dogma. Das, was sich scheinbar ausschließt, existiert gleichzeitig in uns und jeder menschliche Versuch, das Spiel der Polaritäten aufzulösen, muss irgendwann aufgegeben werden. Der physische Körper opfert sich irgendwann und wird zu Staub. Alles, was weiterlebt, ist unser Wort, die Frucht, welche die Samen für eine unbekannte Zukunft enthält. Am Anfang war das Wort (5. Chakra), dessen Echo wir sind und zu dem wir wieder werden. Die Worte, die wir sprechen, verändern unsere Welt, führen zu Harmonie oder Disharmonie. Gib nicht nur dein Wort, werde dein Wort.
Karma der 5: Ungleichgewicht, falsches Märtyrertum und/oder Unwille etwas Aufzugeben, Kommunikationslücken, Widersprüche,
Dharma der 5: Balance, Opfern/Aufgeben, Transformation, Kommunikation, Paradox

6 Der sechste Sinn (Intuition) ist die Summe der 5 körperlichen Sinne und geht darüber hinaus. Hier begegnen wir dem Übersinnlichen/Unbekannten. Dies kann als Präsenz, Wachsamkeit, Bewusstheit oder Wachheit erlebt werden. Das 6. Chakra ist ein wichtiger Konzentrationspunkt, um die 5 Sinne zu transzendieren und Stille in den Verstand zu bringen. 6 sich überlappende Kreise um einen gleichgroßen Mittelkreis bilden die Basis für die Blume des Lebens, welche nach außen unendlich in sechs konzentrischen Kreisen erweitert werden kann. Dies deutet auf eine Zukunftsorientierung hin und impliziert das Schöne und Geheimnisvolle.
Ein Würfel hat sechs Seiten und ein Sechser im Lotto ist eine schöne Überraschung. Sechs kann mit Chance und Risiko assoziiert werden. Mit ihr werden Dinge möglich werden, die bisher unmöglich erschienen. Die Zukunft ist ungewiss und ungeschrieben. Sie hängt von den Entscheidungen ab, die wir treffen und ist stets einen Atemzug entfernt; eine Brise der Vorahnung, die Ruhe vor dem Sturm. Die dharmische 6 ist furchtlos und bereit, für eine Herzensangelegenheit zu kämpfen und das Wohl der Gemeinschaft gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit zu verteidigen, wobei Waffengewalt die letzte Wahl ist, sollten alle anderen Versuche fruchtlos bleiben. Sich vor Verantwortung und Entscheidungen drücken, viel reden und wenig tun ist das Karma der 6.
Karma der 6: Angst, Unsicherheit, grundlos Streit vom Zaun brechen, zu viele Geheimnisse, schreien und zu viel reden
Dharma der 6: scharfe Wahrnehmung, Klarheit, für etwas kämpfen (nicht dagegen), natürlicher Gerechtigkeitssinn, Verantwortungsbewusstsein, Intuition, Integrität

7 Es gibt 7 Chakras, 7 Wochentage, 7 Todsünden, 7 Siegel, usw. und im Märchen gibt es oft 7 von einer Sorte. Die meisten Menschen bezeichnen 7 als ihre Lieblingszahl. Sie scheint eine ihr eigene Faszination auszuüben und wird auch „magische Zahl“ genannt. Diese Magie ist größtenteils menschengemacht. Wer hat die Autorität, bestimmte Zahlen als magisch oder weniger magisch zu bezeichnen? Diese Zuweisungen variieren zwischen kulturellen und numerologischen Systemen und haben keine Basis außerhalb von sich selbst.
Es gibt 7 Chakras, aber 9 Zahlen, daher sind Chakras nicht essentiell, sondern eine Projektion der Essenz. Das verflixte siebte Jahr ist ein psychologischer Begriff, der nahelegt, dass Glück in einer Beziehung nach etwa sieben Jahren abnimmt und gibt eine Tendenz zur Untreue gegenüber dem Ehepartner an. In yogischer Terminologie markieren 7 Jahre den Wechsel des Bewusstseinszyklus eines Individuums.
Während die 3 uns die Ausdehnung im materiellen Raum erlaubt, bringt uns die 7 in die Räume unseres Verstandes. Die Ausdehnung in mentale Bereiche scheint uns weiter zu führen, doch auch diese sind begrenzt. Wir erschaffen eine Komfortzone der Vertrautheit (lauwarme Hölle), um die Illusion von einem Status Quo aufrechtzuerhalten und die sich stets verändernde Natur des Universums zu leugnen. Damit etwas anderes passiert, müssen wir unsere Gefängnismauern freiwillig niederreißen, oder sie werden unverhofft und spontan dekonstruiert, was einen wahrhaftigen Schock auslösen kann, denn anders als an Gedanken, Ideen und Lügen, kann man sich an Freiheit (6) und Wahrheit (4) nicht gewöhnen, sie entstehen in jedem Augenblick neu.
Wenn du irgendein kubisches Objekt betrachtest, wirst du maximal 7 Ecken sehen, niemals alle 8. Woher weißt du also, dass ein Würfel 8 Ecken hat, obwohl du noch nie alle zugleich gesehen hast?
Unser Sehen ist auf eine bestimmte Perspektive begrenzt und Unendlichkeit (8) kann nicht mit physischen Augen gesehen werden. 7 ist die höchste Zahl, die wir kognitiv als zusammengehörige Menge wahrnehmen können. So wie unser Körper durch die 5 Sinne ist unser Verstand (7) durch die Aktivität von Sehen (7 Spektralfarben) und Rationalisieren (Denken) begrenzt. Unsere Vergangenheit ist eine Geschichte in unserem Kopf. Die Vergangenheit ruhen und ihre Wunden heilen zu lassen, heißt, alles zu vergeben und eine andere Geschichte zu erzählen.
Karma der 7: Festhalten an der Vergangenheit (in welcher Form auch immer), Rache, Feindseligkeit
Dharma der 7: Vergebung, Milde, Barmherzigkeit

8 Die liegende ∞ symbolisiert das unendliche Fließen von Chi/Prana/Energie. Wie Wasser kann sie in jede Form fließen oder Formen teilen, ist aber selbst ohne Form. Geld, Macht und Sex sind Formen von Energie, die heilen oder vergiften/missbraucht werden können, je nach dem, auf welche Art und Weise man sie verwendet. Mitleid und Antipathie sind die beiden Löcher der ∞, in die wir fallen können, wenn wir nicht die Kraft und Nerven haben, mitfühlend zu sein. Empfange zuerst Mitgefühl für dich selbst, bis die Schale deines Herzens überfließt zu anderen.
Karma der 8: Machtmissbrauch, Reinlichkeitswahn, seine wahre Stärke vermeiden
Dharma der 8: Reinheit, Mitgefühl, Macht zur Ermächtigung (von sich selbst und anderen), Heilung

9 ist jenseits der Unendlichkeit der 8. Sie ist das andere Ufer auf unserer Überfahrt des Ozeans von Zeit und Raum. Mit 9 kommt alles, das bei 1 begonnen hat, zum Ende, zur Vervollkommnung. Alle Vielfachen von 9 ergeben in der Quersumme 9. Die ungeborene Essenz geht in der Evolution der 1 zur 9 niemals verloren. Was die Welt im Innersten zusammenhält sind 9 Zahlen, das Subtile (Untergewebte), die Matrix, das Knochengerüst des Universums.
Die 9 hat keine Eile, doch tendiert dazu, ihren Fokus zu verlieren und sich zu zerstreuen wie Staub im Wind. Ihre Qualitäten offenbaren sich oft erst am Ende einer langen Reise. Es geht darum, wer wir auf unserer Reise werden, nicht an welchem Ziel wir ankommen. Durch geduldige Verfeinerung unserer Wahrnehmung können wir den Zustand des inneren Friedens in uns erfahren. Das letzte, was du vielleicht tun willst oder das Verrückteste, das du nicht wagst, kann dir genau die Richtung geben, in die deine Seele gehen will. Das beharrliche Vordringen zur Essenz einer Sache führt dich zur Essenz von allem. Um etwas zu meistern, lass nicht locker, doch drangsaliere dich und andere nicht. Jeder Schritt für sich ist in seiner Unperfektion perfekt.
Karma der 9: Ungeduld, Perfektionismus, Tyrannei, Druck, Ekel, derb/unverblümt
Dharma der 9: Ruhe, Beständigkeit, Ausdauer, Geduld, Toleranz, Selbstlosigkeit, friedvoll, subtil, fein

10 Zehn ist 1, durch die 0 erleuchtet wie ein riesiger Heiligenschein, so dass nur das göttliche Licht in all seiner unbeschreiblichen Pracht erstrahlt, oder verdeckt gleich einer Sonnenfinsternis, so dass alles nichts ist. Ganz oder gar nicht lautet das Motto der 10. Im karmischen Zustand fühlst du dich wie ein Geist und fragst dich, ob du überhaupt existierst. Um dein ultimatives Sein auszustrahlen brauchst du einen inneren Kern. Identifiziere dich mit dem Licht deiner Seele. Kultiviere dein Zuhören und Wundern. Es gibt immer noch etwas jenseits deiner jetzigen Wahrnehmung. Das Kronenchakra am Scheitelpunkt des Kopfes wird auch das 10. Tor genannt und komplettiert die 9 Körperöffnungen des menschlichen Körpers. Es ist eine Schnittstelle zwischen individuellem und universellem Bewusstsein, Seele und Spirit, Mensch und Gott. Wenn die 1 sich mit allem verbindet, erreichen wir unsere Gesamtheit, die mehr als die Summe ihrer Teile ist. 10 ist all inclusive, schließt alles mit ein. Die 9 Zutaten für sich ergeben noch keinen Kuchen. Erst die richtige Mischung und Verarbeitung durch Zeit und Raum hindurch verschmilzt sie zu einer untrennbaren Einheit von etwas, das vorher so nicht da war. Als Menschen sind unsere „Zutaten“ die 10 Spirituellen Körper, welche sind: 1 Seele, 2 Negativer Mind, 3 Positiver Mind, 4 Neutraler Mind, 5 Physischer Körper, 6 Bogenlinie, 7 Aura, 8 Pranakörper, 9 Subtilkörper, 10 Strahlenkörper. Erst die Summe aller Körper macht uns zu einem vollständigen, ganzheitlichen Wesen. (mehr zu den 10 Körpern in: Shiv Charan Singh – Lass Dich von den Zahlen leiten)

Karma der 10: schwach und blass, überwältigt sein
Dharma der 10: Mut, Ganzheit, Zuhören, Strahlen

▷ Mehr über Karam Kriya als Beratung erfahren

▷ Mein spiritueller Weg – Karam Kriya Jahrestraining 2021